Saratz, Pontresina

Marieke Prinsloo-Rowes Werke laden dazu ein, in einen Dialog einzutreten und die vielschichtige Beziehung zwischen Mensch, Raum und Kultur zu erkunden. Sie sind nicht nur Kunstobjekte, sondern lebendige Erzählungen, die in der zeitgenössischen Landschaft Südafrikas verankert sind. In einer Welt, die oft von Hektik und digitaler Entfremdung geprägt ist, strahlen ihre Skulpturen eine einzigartige Anziehungskraft und eine tiefere Verbindung zur menschlichen Erfahrung aus. Der Kontext ihrer Arbeit ist von grosser Bedeutung. Marieke mag in einer abgelegenen Umgebung aufgewachsen sein, aber ihr Werk spricht universelle Themen an, wie Identität, Heimat und die Suche nach Zugehörigkeit. In diesem Sinne ist jede ihrer Skulpturen ein Brückenschlag, der Kultur und Gemeinschaft zusammenführt. Ihre Kunst spiegelt die Herausforderungen und Chancen wider, die mit dem multikulturellen Leben in einem post-apartheidlichen Südafrika verbunden sind.

Die Verwendung von Materialien wie Ton, Bronze und Stein verleiht ihren Arbeiten eine materielle Tiefe, die den Betrachter daran erinnert, dass die menschliche Erfahrung sowohl vergänglich als auch beständig ist. Diese Dualität in Mariekes Werken fordert uns auf, die Schichten unserer eigenen Geschichten zu erkunden, die in den Strukturen, Texturen und Formen ihrer Skulpturen gefangen sind.

Ein markantes Merkmal von Mariekes Praxis ist ihre Fähigkeit, intime Emotionen in einem kollektiven Raum zu verankern. Jedes Stück ist ein Dialog zwischen dem Individuum und der Gemeinschaft, zwischen dem persönlichen und dem politischen.

In einer Zeit, in der die Fragilität unserer Verbindungen oft zur Schau gestellt wird, lädt uns Marieke ein, den Wert von Handwerkskunst und physischer Präsenz neu zu entdecken.

Sonja Spleiss, Kuratorin


Marieke Prinsloo-Rowes' works invite viewers to engage in dialogue and explore the complex relationship between people, space and culture. They are not merely art objects, but living narratives rooted in the contemporary landscape of South Africa. In a world often characterised by hustle and bustle and digital alienation, her sculptures radiate a unique appeal and a deeper connection to the human experience. The context of her work is of great importance. Marieke may have grown up in a remote environment, but her work addresses universal themes such as identity, home and the search for belonging. In this sense, each of her sculptures is a bridge that brings culture and community together. Her art reflects the challenges and opportunities associated with multicultural life in post-apartheid South Africa.

The use of materials such as clay, bronze and stone gives her work a material depth that reminds the viewer that the human experience is both transient and enduring. This duality in Marieke's work invites us to explore the layers of our own stories captured in the structures, textures and forms of her sculptures.

A striking feature of Marieke's practice is her ability to anchor intimate emotions in a collective space. Each piece is a dialogue between the individual and the community, between the personal and the political.

At a time when the fragility of our connections is often on display, Marieke invites us to rediscover the value of craftsmanship and physical presence.

Sonja Spleiss, Curator

Zurück